Aschenputtel

Brave Mädchen brauchen ein Wunder

Ein komödiantisches Märchenspektakel
von Ingo Sax


Königin Isabelle besteht darauf, dass ihr Sohn Prinz Alexander heiratet und damit sein bisheriges ungebundenes verantwortungsloses Leben beendet. Dieses bestand vornehmlich aus gemeinsam mit seinem Freund Graf Wolfram ausgeheckten Streichen, unter denen nicht nur die vornehmen Herrschaften zu leiden hatten, sondern mitunter auch die einfachen Leute, die es ohnehin schon schwer genug hatten. König Franz-Ludwig II, der für die „Flausen“ seines Sohnes ein gewisses Verständnis aufbringt, willigt mehr oder weniger begeistert in den Vorschlag seiner Gattin ein, einen Hofball zu veranstalten, auf dem Alexander seine Braut aussuchen soll.

Geladen sind die adeligen Töchter des Königreiches samt ihren ehrgeizigen Müttern, darunter Frau von Lotterberg und ihre charakterlich zweifelhaften Töchter Victoria und Cecilie. Deren Zeitvertreib besteht vorwiegend aus dem Naschen allerlei Süßigkeiten, dem täglichen Anproben von neuen Kleidern und besonders dem Schikanieren ihrer Stiefschwester Sophie.

Auf dem Hofball verlieren die Mütter und Töchter aus „gutem Hause“ jeden Anstand und verwandeln die höfische Szenerie in ein Chaos. Prinz Alexander ist schon der Verzweiflung nahe, als plötzlich wie durch ein Wunder die strahlende Sophie erscheint. Er verliebt sich sofort unsterblich in sie. Doch bevor Sophie in die Verbindung einwilligt, wäscht sie dem Prinzen gehörig den Kopf und erteilt ihm eine Lektion in Sachen Menschlichkeit.